Stadtnatur als Identität: eine Stadt besinnt sich zur städtischen Natur

In diesem Vorhaben geht es darum, die Stadtnatur mit ihren Pflanzen wieder als Teil des eigenen Lebensraums gesehen wird. Dies ist von zentraler Bedeutung, da nur so ein Umdenken bzgl. des Umgangs mit der städtischen Natur stattfinden kann und die Wertschätzung einer grünen Stadt wieder eine zentrale Rolle einnimmt.

In der Stadt Röthenbach wurden über die letzten Jahre 31 verschiedene Baumarten und womöglich doppelt so viele Strauch- und Staudenarten über das gesamte Stadtgebiet verteilt eingepflanzt, wovon mit Sicherheit nur wenige bekannt sind. Was jedoch das Stadtgrün für einen wichtige Rolle spielt, entgeht uns wenn wir uns nicht stärker und intensiver damit beschäftigen.

Botanische Etikettierung:

Kennen Sie einen Eisenholzbaum oder einen Lederhülsenbaum? Wissen Sie wie eine Zelkove aussieht und wo im Stadtgebiet solche Bäume stehen? Begriffe wie eine Baumpatenschaft, ein Gießpate oder ein Bewässerungshelfer sind aktuell gegenwärtiger denn je, aber kaum einer weiß genau welchen Baum er da eigentlich unterstützt. Eine Kastanie ist schnell erkannt und eine Buche ist auch leicht identifiziert. Wie sieht es aber aus mit den sogenannten Klimabäumen? Wer kennt diese und kann sie alle benennen? Ist es nicht wichtig zu wissen, was man versucht zu beschützen? Braucht man nicht in irgendeiner Form eine Beziehung zu dem zu schützenden „Objekt“?

Bei Menschen ist es einfacher. Man fühlt, leidet oder freut sich mit, wenn einem Bekannten oder Verwandten etwas wiederfährt oder dieser etwas Besonderes erlebt. Unsere Beziehung zu Bäumen ist da eine andere. Wir sehen die Stadtbäume als selbstverständlich an, als Individuen die einfach da sind; an denen wir (fast respektlos) vorbeispazieren. Infolgedessen passiert es schnell, das vergessen wird, wie relevant es ist, diese – für uns so wichtige – Flora zu schützen. Um dies zu ändern, ist es unerlässlich, dass wir wieder eine „Beziehung“ zu unseren Stadtbäumen aufbauen. Um eine vergleichbare Beziehung wie unter Menschen herstellen zu können, bedarf es aber an mehr Wissen über den Baum, beginnend mit der Baumart.

Deswegen hat die Stadt Röthenbach zusammen mit der Stadtgärtnerei an 300 Bäumen in der Stadt eine sogenannte botanische Etikettierung angebracht; versehen mit einem QR-Code um mehr über diese Bäume zu erfahren. Achten Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang durchs Stadtgebiet einfach mal darauf. Sie werden schnell einige Bäume finden, die solch eine Beschriftung besitzen. Bleiben Sie doch dann einfach mal etwas länger stehen; verweilen Sie einen Moment an diesem Baum und lernen Sie etwas über diese Baumart, egal ob sich dabei um eine Kastanie, Buche oder Zelkove handelt, denn jeder einzelne Baum im Stadtgebiet verdient ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

Bild: Fotografin: Stefanie Greil; rechts: Stadtgärtner Holger Stumpf; Mitte: Bürgermeister Klaus Hacker; links: Klima- und Umweltschutzbeauftragte Katharina Pöhler

Um das Thema der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und um den Bekannheitsgrad zu steigern, wurde ein kurzer Spot mit FOCAS FILMS (Forster & Castner Filmproduktion GbR) produziert in Zusammenarbeit mit den Schülern der  Geschwister-Scholl Mittelschule. Ein paar Eindrücke vom Dreh:
 

 

Dieses Projekt findet in Kooperation mit der Geschwister-Scholl Mittelschule statt und wird aus dem Bildungsfonds des Landkreises Nürnberger Land kofinanziert.

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