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Grundregeln der Straßenverkehrsordnung (§1 StVO):

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Korrekt parken - die wichtigsten Regeln:

Definition „Parken“

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). § 12 Abs. 2 StVO definiert: „Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.“ Es genügt also schon eines von beiden Kriterien, um aus dem Halte- einen Parkvorgang zu machen.

Wird man z.B. auf Grund von Stau oder durch Anordnung (Rotlicht oder Stoppzeichen) aufgehalten, so spricht man von „warten“.

Bei einer Panne oder Betriebsstörung spricht man von „liegenbleiben“, ebenso wenn man z.B. auf Grund von plötzlicher Krankheit oder notwendiger Einnahme von Medikamenten an der Weiterfahrt gehindert wird.

Bei einem „liegenbleiben“ empfiehlt die KVÜ nach Möglichkeit einen Hinweis im Fahrzeug auszulegen, auf dem Datum, Uhrzeit und der Grund vermerkt sind. Für ein Entfernen des Fahrzeuges in einem zumutbaren Zeitraum muss jedoch gesorgt werden.

Der verkehrsberuhigte Bereich

Zeichen 325.1
Beginn eines
verkehrsberuhigten Bereichs

Zeichen 325.2
Ende eines
verkehrsberuhigten Bereichs

Beginn und Ende eines verkehrsberuhigten Bereichs werden durch vorstehende Verkehrszeichen ausgewiesen. Innerhalb eines solchen Bereiches sind Fußgänger und Autofahrer gleichberechtigt, d.h. Autofahrer (und Radfahrer) müssen auf Fußgänger besondere Rücksicht nehmen.

In solchen verkehrsberuhigten Bereichen gilt, dass der Fußgänger die Straße in ihrer gesamten Breite nutzen darf. Ebenso sind Kinderspiele überall erlaubt. In verkehrsberuhigten Bereichen muss Schrittgeschwindigkeit eingehalten werden und andere Verkehrsteilnehmer dürfen Fußgänger weder gefährden noch behindern.

In einem verkehrsberuhigten Bereich darf nur innerhalb von markierten Stellflächen geparkt werden. Außerhalb dieser Parkflächen darf zu Ladetätigkeiten, sowie zum Ein- und Aussteigen gehalten werden.

Das eingeschränkte Haltverbot

Zeichen 286
eingeschränktes Haltverbot

Dieses Verkehrszeichen erlaubt das Halten und Parken zum Ein- und Aussteigen, sowie zu unverzüglichen Ladetätigkeiten.

Das eingeschränkte Haltverbot für eine Zone

Zeichen 290.1
Beginn eines
eingeschränkten Haltverbots
für eine Zone

Bei einem eingeschränkten Haltverbot für eine Zone gelten die gleichen Verkehrsregeln wie bei einem eingeschränkten Haltverbot für eine bestimmte Stelle. Eine Zonenregelung bezieht sich auf einen größeren Straßenzug und wird nur einmal an den Zufahrten angeordnet. Dieses Haltverbot gilt solange, bis es wieder durch ein Zonenendzeichen aufgehoben wird. Das Parken in Haltverbotszonen ist nur in markierten Flächen gestattet.

Das absolute Haltverbot

Zeichen 283
absolutes Haltverbot

Im Gegensatz zum eingeschränkten Haltverbot darf hier weder gehalten noch geparkt werden. Diese Verkehrszeichen werden i.d.R. da angeordnet, wo parkende Fahrzeuge den fließenden Verkehr gefährden oder behindern würden.

Amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt / Feuerwehranfahrtszone

amtl. Feuerwehrzufahrt
mit Angabe der
Behörde nach DIN 4066

Zeichen 283
mit Zusatzzeichen

Das Halten und Parken ist in gekennzeichneten Feuerwehranfahrtszonen und Zufahrten verboten. Diese Verkehrszeichen werden i.d.R. da angeordnet, wo Rettungswege frei gehalten werden müssen.

Der Fußgängerbereich

Zeichen 242
Beginn eines
Fußgängerbereichs

Zeichen 243
Ende eines
Fußgängerbereichs

Ein Fußgängerbereich darf von Kraftfahrzeugen aller Art grundsätzlich nicht befahren werden; in Folge dessen darf hier auch nicht geparkt werden.

Ausgenommen hiervon ist der Lieferverkehr. Dieser darf nur innerhalb der jeweils ausgewiesenen Liefer- und Ladezeiten zur unverzüglichen Durchführung von Ladevorgängen in der Fußgängerzone parken. Beim Befahren ist allerdings Schrittgeschwindigkeit einzuhalten und der Fußgängerverkehr darf in keiner Weise behindert oder gefährdet werden.

In begründeten Ausnahmefällen stellt die örtliche Straßenverkehrsbehörde individuelle Ausnahmegenehmigungen aus, welche das Befahren und / oder Parken außerhalb der für den Lieferverkehr freigegebenen Zeiten erlaubt.

Parken auf dem Gehweg

Gemäß § 12 Abs. 4 der Straßenverkehrsordnung ist zum Parken der rechte Fahrbahnrand zu benutzen. Durch diese Regelung wird das Parkverbot auf Gehwegen begründet. Es ist deshalb nicht relevant, ob der obligatorische Kinderwagen oder Rollstuhl noch vorbeikommt. Grundsätzlich kann jeder Gehwegverstoß geahndet werden. Bei einer Behinderung, z.B. wenn ein Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen muss, wird ein höheres Verwarnungsgeld festgesetzt.

Ausnahme

Zeichen 315

Das Zeichen 315 (mit seinen Varianten) erlaubt das Parken auf dem Gehweg und zeigt darauf auch symbolhaft, wie das Parken erlaubt ist, d.h. wie das Fahrzeug abgestellt werden soll (halbseitig oder das gesamte Fahrzeug).

Sonderwege

Grundsätzlich darf anderer Verkehr, als der abgebildete, den Sonderweg nicht benutzen.

Zeichen 237
Radfahrer

Zeichen 239
Fußgänger

Zeichen 240
gemeinsamer Geh- und
Radweg

Bei Zeichen 237 und 240 besteht Radwegbenutzungspflicht, d.h. Radfahrer müssen den Sonderweg benutzen und dürfen nicht auf der Fahrbahn fahren.

Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Radwegs (Z: 237) durch Zusatzzeichen für eine andere Verkehrsart erlaubt, so muss dieser andere Fahrzeugverkehr die Geschwindigkeit an den Radverkehr anpassen.

Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines Gehwegs (Z: 239) durch Zusatzzeichen für eine andere Verkehrsart erlaubt, so darf der Fahrverkehr nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren.

Ist durch Zusatzzeichen die Benutzung eines gemeinsamen Geh- und Radwegs (Z: 240) durch Zusatzzeichen für eine andere Verkehrsart erlaubt, so muss dieser andere Fahrzeugverkehr die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen.

Schrittgeschwindigkeit

Der Bund-Länder-Fachausschuss für das Straßenverkehrsrecht hat sich vor einiger Zeit darauf geeinigt, für die Schrittgeschwindigkeit einen Wert von 10 km/h anzunehmen.

Parkscheibenpflicht

Zeichen 314 mit Zusatzzeichen

In derartig gekennzeichneten Bereichen darf nur mit einer korrekt eingestellten Parkscheibe geparkt werden. Die Parkscheibe darf auf die nächstfolgende halbe bzw. ganze Stunde eingestellt werden.

Die Höchstparkdauer darf nicht überschritten werden. Eine Karenzzeit steht den Parkenden nicht zu. Die Parkscheibe muss gut sichtbar im Fahrzeug liegen. Das Zusatzzeichen „werktags“, bedeutet Montag bis Samstag (der Samstag ist ein Werktag).

Fehlt beispielsweise die Angabe „werktags“, so gilt die Parkscheibenpflicht auch an Sonn- und Feiertagen, fehlt die Angabe „von ... bis ... Uhr“, gilt die Parkscheibenpflicht rund um die Uhr.

Eine Parkscheibe ist ein Verkehrszeichen (Z: 291), die äußeren Abmessungen sind 150mm Höhe und 110mm Breite. Sie muss blau sein (Vorsicht bei Werbegeschenken etc.).

Digitale bzw. elektronische Parkscheiben sind erlaubt, wenn diese eine KBA-Zulassung haben. Es muss sichergestellt sein, dass diese bei Abstellen des Fahrzeuges stehen bleibt.

Info: Zweiräder sind von der Parkscheibenpflicht nicht befreit! Es gibt Parkscheiben für Motorräder, z.B. mit Lochung für eine Befestigung an einer Speiche oder an einem Kabel / Seilzug.

Parkplätze für Schwerbehinderte

Zeichen 314
mit Zusatzschild (1044-10)

Zeichen 314
mit Zusatzschild (1044-11)

Freie Behindertenparkplätze sind Voraussetzung für die Mobilität schwerstbehinderter Menschen.

Dieser Sonderparkplatz ist nur für Schwerbehinderte mit besonderem Parkausweis vorbehalten. Der Parkausweis muss gut sichtbar im Fahrzeug ausgelegt sein.

ACHTUNG: Da an der Freihaltung von Behindertenparkplätzen von unberechtigt dort abgestellten Fahrzeugen ein besonderes öffentliches Interesse besteht, können unberechtigt dort abgestellte Fahrzeuge sofort kostenpflichtig abgeschleppt werden.

Parken auf linker Fahrbahnseite

Die Straßenverkehrsordnung schreibt gemäß § 12, Abs. 4 StVO eindeutig vor, dass zum Halten oder Parken „an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren ist“. Dies gilt für alle Kraftfahrzeuge gleichermaßen.

Das Parken auf der linken Fahrbahnseite erfolgt manchmal aus Gewohnheit oder weil es schneller geht. Bedenken Sie dabei aber stets, dass Sie sowohl zum Ein- als auch zum Ausparken die gegenüberliegende Fahrbahn kreuzen müssen. Ferner sind bei abgeschalteter Fahrzeugbeleuchtung die Reflektoren in den Rücklichtern nicht erkennbar.

Auf der linken Fahrbahnseite darf nur in Einbahnstraßen oder im verkehrsberuhigten Bereich geparkt werden.

Parken vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen

Das Parken bis zu je 5m von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten ist unzulässig.

Durch das Verbot soll das Ein- und Abbiegen erleichtert sowie die Verkehrs- und Sichtbehinderungen an dieser Stelle vermieden werden.

Grenzmarkierungen

Eine Grenzmarkierung (Z: 299) bezeichnet, verlängert oder verkürzt vorgeschriebene Halt- oder Parkverbote. Sie begründet kein selbständiges Verbot, sondern setzt das Bestehen eines „vorgeschriebenen“ Halt-/Parkverbots voraus.

Handwerker / Bereitschaftsdienste / Ausnahmegenehmigungen

Handwerker im Einsatz oder in Bereitschaft müssen den entsprechenden Nachweis (z.B.Arbeitsstättennachweis, Ausnahmegenehmigung) gut sichtbar im Fahrzeug auslegen.

Gleiches gilt für zivile Fahrzeuge von Ärzten im Einsatz oder in Rufbereitschaft.

Ein nachträgliches Vorlegen eines Nachweises ermöglicht i. d. R keine Rücknahme einer Verwarnung. Ausnahmegenehmigungen sollten rechtzeitig beantragt werden (Herr Ruck 0911 / 95 75 130).

Informationen für Radfahrer

Die kommunale Verkehrsüberwachung kann im Rahmen ihrer Zuständigkeiten auch Verstöße von Radfahrern verwarnen.

Geahndet werden können hier z.B.

  • Unerlaubtes Fahren auf dem Gehweg. Erwachsene dürfen mit Ausnahme zur Begleitung eines Kindes als Aufsichtsperson den Gehweg nicht befahren. Kinder bis zu einem vollendeten Alter von 8 Jahren müssen, Kinder bis zu einem vollendeten Alter von 10 Jahren dürfen auf dem Gehweg fahren.
  • Ist das Befahren eines Gehwegs durch das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ erlaubt, so darf ein Gehweg nur in Schrittgeschwindigkeit befahren werden.
  • Das „Handyverbot“ gilt auch für Radfahrer.

Höhe des Verwarnungsgeldes

Die Höhe eines Verwarnungsgeldes wird nicht durch die Gemeinde festgelegt sondern ist im bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog definiert.

Anhaltung, Identitätsfeststellung

Die KVÜ ist zur Verfolgung und Ahndung von bestimmten Verkehrsordnungswidrigkeiten befugt. Sie hat die Befugnis zur Identitätsfeststellung, die auch die Anhaltung des Betroffenen beinhaltet. Betroffene sind zur Angabe der Personalien verpflichtet. Die Weigerung oder Angabe falscher Personalien ist eine Ordnungswidrigkeit.

Kontakt

Ansprechpartner s. Ordnungsamt Stadt Röthenbach

Örtliche Verkehrsbehörde: Herr Ruck 0911 / 95 75 130

Bei Fragen zu einem anhängigen Bußgeldverfahren:

Stadt Lauf a. d. Pegnitz 09123 / 184 164

Selbstverständlich stehen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung gerne zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

Stand: 01/2017